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🌌 Power Law: Realität oder Utopie?

Warum astronomische Preise mathematisch unausweichlich sind.

Analyse Stand: 2026
Das Gedanken-Problem:
Wenn der Rentenplaner für das Jahr 2045 Preise von 5 oder 10 Millionen Dollar pro Bitcoin anzeigt, wirkt das intuitiv absurd ("Das wäre ja mehr Geld, als es heute gibt!").
Hier erklären wir, warum diese Zahlen trotzdem belastbar sind.

1. Die Mathematik: Skaleninvarianz

Das Power Law besagt, dass der Wert von Bitcoin nicht zufällig schwankt, sondern direkt mit der Zeit und der Größe des Netzwerks wächst (Metcalfe's Law).

Preis = a * (Tage)^5.8

Der Exponent 5.8 ist der Schlüssel. In der Natur finden sich solche Gesetze überall (Stoffwechsel von Tieren, Wachstum von Städten). Da wir uns noch in der frühen Monetarisierungsphase befinden, sind die Wachstumsraten extrem hoch.

2. Der ökonomische Realitäts-Check (TAM)

Kritiker vergleichen zukünftige Preise oft mit der heutigen Geldmenge. Das ist ein Fehler. Vergleichen wir den Total Addressable Market (TAM):

Asset Klasse Marktkapitalisierung (ca.) Entspricht BTC Preis von
Bitcoin (heute) ~2 Bio. USD ~$95'000
Gold (Physisch & Papier) ~16 Bio. USD ~$800'000
Aktienmärkte weltweit ~115 Bio. USD ~$5'500'000
Immobilien weltweit ~350 Bio. USD ~$16'000'000

Ein Bitcoin-Preis von 10 Mio. USD würde bedeuten, dass Bitcoin die Rolle von Immobilien als globaler Wertspeicher übernimmt. Das ist ambitioniert, aber ökonomisch nicht unmöglich.

3. Der "Elefant im Raum": Inflation

Wenn wir von 5 Millionen Dollar im Jahr 2045 sprechen, sind das keine "heutigen" Dollar.

Durch die stetige Geldmengenausweitung der Zentralbanken (ca. 7% pro Jahr) halbiert sich die Kaufkraft des Geldes alle 10 Jahre.
Das bedeutet: Ein großer Teil des Preisanstiegs ist lediglich der kollabierende Wert des Fiat-Geldes (Nenner-Effekt). Bitcoin bleibt stabil, der Maßstab schrumpft.

4. Sicherheits-Strategie im Rechner

Kein Wachstum geht ewig weiter (Sättigung / S-Kurve). Da wir nicht wissen, wann Bitcoin "ausgewachsen" ist, nutzt der Rentenplaner eine Zangen-Strategie:

Fazit: Du planst deine Rente nicht auf dem "Best Case", sondern auf einem extrem konservativen Boden.